100 Prozent Zustimmung zur Bankenfusion

Das bedeutet der Zusammenschluss von Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu und Allgäuer Volksbank für die Kunden. Warum es für einen Teil im Herbst neue Kontonummern gibt.

Kempten/Oberallgäu Die Fusion der Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu mit der Allgäuer Volksbank ist beschlossen. Beide Vertreterversammlungen haben den Plänen zugestimmt. Und das zu 100 Prozent, freut sich Vorstandssprecher Heinrich Beerenwinkel. Kundinnen und Kunden brauchen demnach nicht zu fürchten, dass sie in der künftigen VR-Bank Kempten-Oberallgäu an Nähe zur Bank und ihren persönlichen Beratern verlieren. "Die gewohnten Ansprechpartner bleiben erhalten", betont Beerenwinkel.

"Es wächst zusammen, was zusammengehört" - unter dem Motto tun sich beide Genossenschaftsbanken zusammen. Sie decken eh dasselbe Geschäftsgebiet ab. Gemeinsam, so der Gedanke, lassen sich Service, Kundenbetreuung und künftige Herausforderungen besser meistern. Dabei kann Effizienz auch zum Kundenvorteil werden. In Oberstdorf wird die Volksbank in die 300 Meter entfernte Raiba integriert. Volksbank-Kunden finden ihre Berater nun also (je nach eigener Adresse) 300 Meter weiter oder näher - aber vor allem zu den längeren Raiba Öffnungszeiten. Und wenn sich die insgesamt 310 Beschäftigten der Raiba und die 80 der Volksbank Aufgaben teilen, lassen sich Personalengpässe etwa wegen Krankheit oder Urlaub leichter ausgleichen. Gekündigt wird wegen der Fusion niemandem; es gibt eine Beschäftigungsgarantie.

In Kempten können Kunden künftig gleichermaßen die Serviceschalter im bisherigen Raiffeisenhaus (Bahnhofstraße) oder der Volksbank (Rathausplatz) aufsuchen. Spezialbereiche werden auf einzelne Standorte konzentriert: etwa Private Banking und die Beratung im Bereich Bauen/Wohnen am Rathausplatz, die Beratung der Firmenkunden an der Bahnhofstraße.

Andere interne Bereiche werden in Kempten, Immenstadt und Sonthofen gebündelt. In Sonthofen wird die bisherige Volksbank (Promenadestraße) unter anderem als SB-Filiale und zur Immobilienvermittlung dienen. Einen Serviceschalter finden Kunden im nur einige 100 Meter Luftlinie entfernten Raiffeisenhaus (Marktstraße). Nur Volksbank-Kunden erhalten mit der am 26. Oktober geplanten technischen Fusion neue Kontonummern. Wegen der gemeinsamen Bankleitzahl ändert sich die IBAN-Nummer. Arbeit soll das Kunden keine machen. Die Rechenzentrale der Banken wird große Unternehmen (ob Telekommunikation, Gas, Wasser oder Strom) automatisch über geänderte Nummern informieren.

Aber auch wenn jemand alte Kontonummern verwendet, funktionieren dank moderner Technik Überweisungen und Abbuchungen weiterhin problemlos. So können Kunden beispielsweise auch Briefpapier mit der alten Kontonummer einfach aufbrauchen. Onlinezugänge und Bankkarten bleiben ebenso gültig. Die Frage nach den künftigen Kontomodellen und Preisen ist noch nicht geklärt; erst steht die technische Fusion an.